Neue Drucker-Technologien © Fotolia/pressmaster

Neue Drucker-Technologien im Vergleich

Für eine Vielzahl an Branchen ist es von enormer Bedeutung, hinsichtlich aktueller und relevanter Drucker-Technologien und -Innovationen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Sei es die Medizin, das produzierende Gewerbe oder die Architektur- und Baubranche – überall sind Industriedrucker im Einsatz und versprechen neue Möglichkeiten und technologischen Fortschritt.

Die neuesten Drucker-Technologien, Weiterentwicklungen und Zukunftsvisionen für unterschiedliche Branchen fassen wir in diesem Beitrag für Sie zusammen.

Neue Drucker-Technologien schaffen neue Begriffe

Schon mal was von Voxels gehört? Dieser Begriff ist eine Zusammensetzung des Wortes volumetric und Pixel und beschreibt einen dreidimensionalen Pixel, der im Gegensatz zum klassischen Bildpunkt durch drei Koordinaten (für Länge, Breite und Tiefe) beschrieben wird. Diese dritte Dimension wird mit der zunehmenden Kommerzialisierung des 3D-Drucks immer relevanter.

3D-Druck revolutioniert die Medizintechnik

Der 3D-Druck hat das Potenzial, die Arbeitsweisen ganzer Branchen zu revolutionieren. So profitiert beispielsweise die Medizintechnik von der Möglichkeit, menschliche Organe und Körperteile als dreidimensionale, realistische Modelle drucken zu können. Durch starke Vergrößerung können aber auch mikroskopisch kleine Zellen als handliche Anschauungsobjekte gedruckt werden. Diese verbesserte Plastizität und Anschaulichkeit eröffnet neue Wege in der Diagnostik und Therapie von Krankheiten und Verletzungen.

Bahnbrechend ist der 3D-Druck auch in der Gestaltung passgenauer Implantate, die ganz individuell auf die Bedürfnisse eines Patienten angepasst und entsprechend ausgedruckt werden können. Das Drucken menschlicher Organe spielt in der Forschung und Entwicklung bereits heute eine entscheidende Rolle und könnte in der Zukunft das Überleben unzähliger Menschen sichern, die derzeit noch auf Spender-Organe angewiesen sind.

Auch in der Aus- und Weiterbildung von Medizinern können 3D-Drucke Fortschritte erzielen, da schwierige Operationen an realitätsgetreuen Nachbildungen sorgfältig geübt und optimiert werden können. Der gesellschaftliche Nutzen ist eindeutig: Die Qualität chirurgischer Eingriffe kann sich durch routinierter arbeitendes medizinisches Personal maßgeblich verbessern.

Mit 3D-Druck die Aufklärungsquote von Verbrechen erhöhen

Auch bei der Aufklärung von Verbrechen kann der 3D-Druck hilfreich sein. Phantombilder könnten so beispielweise schon bald durch dreidimensionale Modelle ersetzt werden und auch Fingerabdrücke lassen sich schon heute mithilfe einer speziellen Software in kürzester Zeit von einem simplen Foto in einen Ausdruck transferieren. Somit könnte die Identifikation von Straftätern vereinfacht und Gerichtsverhandlungen beschleunigt werden. Nicht zuletzt vermindert die präzise 3D-Drucktechnik auch die Gefahr von Fehlentscheidungen bei der Urteilsfindung.

3D-Druck im Haushalt

Aber nicht nur im Krankenhaus oder im Gerichtssaal bringen Drucker-Innovationen bemerkenswerte Veränderungen mit sich. Auch in privaten Haushalten könnten sich 3D-Drucker schon bald etablieren und Verbrauchern das Leben einfacher und angenehmer gestalten. Dabei sind vielfältige Nutzungsszenarien der modernen Geräte denkbar.

Allein die Vorstellung, sich einfache Dinge ganz nach Lust und Laune selbst auszudrucken und dabei seiner Kreativität freien Lauf lassen zu können, ist für viele Menschen reizvoll und auch für Kinder dürfte es spannend sein, eigenes Spielzeug zu erstellen. Das stärkt nicht nur den Erfindergeist, sondern bringt Kinder bereits in frühen Lebensphasen mit moderner Technik in Kontakt und kann dadurch auch das Interesse an Druckertechnik wecken.

Mithilfe des richtigen Materials können auch dekorative Gebrauchsgegenstände wie Vasen oder Geschirr produziert werden. Das macht den 3D-Druck auch für produzierende Unternehmen in diesen Branchen interessant und relevant. Die Flexibilität solcher Systeme ermöglicht es, individualisierte Haushaltsgegenstände ganz nach Kundenwunsch anbieten zu können. Denn ein großes Problem, dem sich der Endverbraucher derzeit noch gegenübersieht, sind die enorm hohen Anschaffungskosten sowie die Beschaffung der verschiedenen Druckmaterialien. Dahingehend haben große Unternehmen das Potenzial, die Individualisierungswünsche der Kunden durch ein entsprechendes Angebot aufzugreifen. Schließlich ist es mittlerweile auch selbstverständlich geworden, sich das Auto seinen individuellen Wünschen entsprechend zu konfigurieren und direkt zu bestellen – warum sollte das nicht für jeden Alltagsgegenstand möglich sein?

Und es geht noch weiter – von gedruckten Brücken, über gedruckte Mahlzeiten bis hin zum Auto aus dem Drucker

Auch im Städtebau ist der 3D-Druck mittlerweile im Gespräch. Vorreiter ist in diesem Fall die holländische Hauptstadt Amsterdam, die den Druck einer ganzen Stahlbrücke plant. Bereits heute zeigen erste Animationen den vollautomatisierten Ablauf, bei dem innerhalb von zwei Monaten eine neue Brücke entsteht. Bereits im Jahr 2017 soll das Projekt umgesetzt werden.

Auch Essen, frisch aus dem Drucker, ist keine verrückte Zukunftsidee mehr. Spezielle Drucker ermöglichen es, pürierte Lebensmittel zu einer ansprechenden Mahlzeit aufzubereiten. Dadurch kann man Essen für Menschen anbieten, die beispielsweise Probleme mit dem Kauen haben und somit auf weiche Nahrungsmittel angewiesen sind. Die optische Aufbereitung des Breis zu einer ansprechenden Mahlzeit kann so beispielsweise für Krankenhauspatienten oder Bewohner in Seniorenheimen ein neues Ess-Erlebnis mit sich bringen. Gerade alten Menschen, die unter Appetitlosigkeit leiden, könnte dadurch ein Anreiz geboten werden, wieder Freude am Essen zu finden.

Auch die Herstellung eines noch individuelleren Autos, maßgeschneidert auf Kundenwunsch, kann der 3D-Druck ermöglichen. Neue Chancen tun sich für innovative Unternehmen auf, die die gesamte Automobilindustrie revolutionieren könnten, da komplette Geschäftsfelder neu erschlossen werden könnten. Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft lässt annehmen, dass dieser Trend auch bei teuren Luxusgütern wie Autos ankommen könnte und dass anstelle der eigens konfigurierten Innenausstattung die Neukonfiguration des gesamten Traumautos möglich und vor allem bezahlbar umsetzbar wird – dem Drucker sei Dank.

Mobiles Drucken

Aber auch abseits des 3D-Drucks gibt es innovative Weiterentwicklungen im Printing, wie zum Beispiel die Etablierung des mobilen Druckens. Mit solchen Lösungen ist das Drucken von allen mobilen Geräten innerhalb eines Netzwerkes problemlos möglich. Durch die rasante Verbreitung von Smartphones und Tablets steht der Nutzen einer solchen Erweiterung außer Frage.

Moderne Drucker-Anbieter gewährleisten eine Vielzahl von Vorteilen bei gleichzeitiger Einhaltung notwendiger Sicherheitskriterien, um Missbrauch zu verhindern. Ein transparentes Nutzermanagement und die gezielte Freigabe von Berechtigungen durch interne oder externe IT-Spezialisten gewährleisten dabei die Sicherheit des Druckernetzwerks.

Gleichzeitig sind die Systeme frei skalierbar: Neue mobile Geräte lassen sich unkompliziert in das bereits vorhandene Netzwerk integrieren. Auch die Umsetzung von „Bring Your Own Device“-Herausforderungen ist durch die Angebote moderner Hersteller sichergestellt. Solch nutzerfreundliche Handhabungen können die Produktivität Ihrer Mitarbeiter dauerhaft steigern.

Energie und Verbrauchsmaterialien sparen dank neuer Drucker-Technologien

Im Zuge des zunehmenden Bewusstseins für nachhaltiges Handeln in Unternehmen wird bei hohem Druckaufkommen auch das Thema Energieeffizienz immer bedeutsamer. Modernste Hochleistungsdrucker arbeiten durch innovative Technologien mit optimalen Energieeffizienzklassen und senken dadurch die Gesamtkosten.

Gleichermaßen betrifft das Verbrauchsmaterialien wie Papier, Tinte und Toner, denn auch hier steckt großes Einsparpotenzial, je nachdem wie effizient Ihre Drucker arbeiten.

 

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