Etikettendrucker verstecken sich an Orten, an denen man Sie zunächst kaum vermutet © Fotolia / Bacho Foto

So bestimmen Etikettendrucker unseren Alltag

Es gibt Produkte, deren Nutzen sich nicht jedem auf Anhieb erschließt. Eines dieser Produkte ist der Etikettendrucker, mit dessen Druckerzeugnissen wir tagtäglich in Berührung kommen – und das, ohne bewusst darüber nachzudenken.

Etikettendrucker finden sich in der Industrie und im Handel in den unterschiedlichsten Variationen. Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, doch in der Regel kommen sie bei der Kennzeichnung verschiedenster Produkte, Maschinen und Verpackungen zum Einsatz.

Fakt ist: Für die private Anwendung bietet ein Etikettendrucker kaum Vorteile gegenüber einem schnell beschrifteten Klebeetikett. Aus der Industrie und dem Handel sind solche Geräte jedoch nicht mehr wegzudenken – und das aus gutem Grund.

Wie Etiketten die Lagerverwaltung vereinfachen

In vielen Unternehmen haben Etiketten die Lagerhaltung in das digitale Zeitalter befördert und damit revolutioniert. Hatten bestimmte Produkte bis vor einigen Jahren noch ihren festen Regalplatz innerhalb eines Lagers, sind zahlreiche Unternehmen inzwischen auf eine etikettenbasierte, digitale und flexible Lagerverwaltung umgestiegen. Eine solche Lagerhaltung setzt voraus, dass alle verfügbaren Lagerplätze sowie die Produkte selbst mit einem Etikett samt Bar- oder QR-Code versehen sind. Beim Einsortieren eines Produktes wird dieses mittels Handscanner und der richtigen Software einem bestimmten Lagerplatz zugeordnet und kann so schnell wiedergefunden werden. Auf diese Weise können Unternehmen ihre Lagerkapazitäten optimal nutzen und durch das schnelle Wiederauffinden der Produkte gleichzeitig Zeit und Kosten sparen.

Wie Krankenhäuser mit Etiketten Patientenakten verwalten

Etiketten haben in der Vergangenheit nicht nur die Arbeit in der Logistik optimiert: Sie finden auch Anwendung an Orten, an denen man sie zunächst nicht vermuten würde. So nutzen beispielweise Krankenhäuser den Etikettendruck für verschiedenste Zwecke. Kaum eine Patientenakte kommt in einem modernen Krankenhaus ohne ein Etikett daher, das mit einem Barcode versehen ist. Dieser Barcode hilft dabei, Untersuchungsergebnisse schnell und unkompliziert zu bearbeiten oder weitere Informationen über den Patienten abzufragen, die aus Datenschutzgründen nicht direkt in der Akte vermerkt sind. Manche Krankenhäuser verwalten ihre Patientendaten sogar ausschließlich digital und setzen nur noch auf Etiketten, anstatt auf dicke Akten aus Papier. Voraussetzung hierfür ist ein digitales Endgerät, über das die Daten angezeigt werden können, wie beispielsweise ein Tablet-Computer.

Etiketten im Supermarkt

Ein anderer Ort, an dem wir tagtäglich mit Etiketten unterschiedlichster Art in Berührung kommen, ist der Supermarkt. Neben den klassischen Barcodes, die wir auf jedem Produkt finden, sind dort häufig auch die Regale selbst noch einmal mit Etiketten aus dem Etikettendrucker gekennzeichnet. Ist ein Supermarkt besonders fortschrittlich, setzt er zudem auch bei der Lagerverwaltung, der Inventur und der Preisauszeichnung voll auf die Vorteile beständiger Etiketten.

Anforderungen an hochwertige gedruckte Etiketten

Etiketten finden sich nahezu überall in unserem täglichen Leben. Ob in der Logistik, dem Einzelhandel, der Gesundheitsbranche oder den Büchern der Universitätsbibliothek – der Einsatz und Nutzen moderner Etiketten ist vielfältig.

Was alle diese Bereiche gemeinsam haben, ist, dass sie hohe Qualitätsanforderungen stellen. Die benötigten Etiketten müssen beständig sein und dürfen auch über einen längeren Zeitraum oder unter weniger optimalen Bedingungen keinen Qualitätsverlust aufweisen.

Warum ein Etikettendrucker?

Für den vereinzelten Druck einfacher Klebeetiketten reicht ein herkömmlicher Tintenstrahl- oder Laserdrucker vollkommen aus. Diese Technik stößt jedoch spätestens dann an ihre Grenzen, wenn es um den schnellen, zuverlässigen und qualitativ einwandfreien Druck von Etiketten in größeren Mengen geht.

Professionelle Etiketten sind teilweise starken äußeren Einflüssen ausgesetzt und müssen diese auch über einen längeren Zeitraum unbeschadet überstehen. Vor allem in der Logistik müssen sie Stöße, Feuchtigkeit oder auch Temperaturschwankungen aushalten können, ohne dabei unleserlich zu werden.

Würde man all dies mit regulären Tintenstrahl- oder Laserdruckern garantieren wollen, müssten diese Drucker speziell nachgerüstet werden, was die Produktionskosten simpler Etiketten enorm in die Höhe treiben würde.

Aus diesem Grund setzen professionelle Anwender spezielle Etikettendrucker ein, die abhängig von der späteren Nutzung die unterschiedlichsten Formate und Papiersorten bedrucken können. In der Regel arbeiten diese weder mit einer tintenstrahl- noch mit einer laserstrahlbasierten Technologie.

Mit dem Thermodruckverfahren zu hochwertigen Etiketten

Die meisten Etikettendrucker arbeiten mit dem sogenannten Thermodruckverfahren. Bei diesem Verfahren handelt es sich um keinen „Druck“ im eigentlichen Sinne, da keine Übertragung eines Verbrauchselementes wie Tinte oder Toner von einer Patrone auf den Bedruckstoff stattfindet.

Stattdessen wird temperaturempfindliches Papier im Thermodruckverfahren an den zu bedruckenden Stellen von einem speziellen Druckkopf kurzfristig stark erhitzt. Die auf diese Weise behandelten Stellen schwärzen sich daraufhin irreversibel.

Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass Etikettendrucker bis auf das Papier nahezu keinen Verbrauch aufweisen. Reguläre Druckköpfe eines Etikettendruckers können bis zu 30.000 Meter an Etiketten bedrucken, bevor sie erneuert werden müssen. Dadurch, dass weder Tinte noch Toner zum Einsatz kommen, sind die Etiketten in der Regel auch unempfindlich gegenüber geringer Feuchtigkeit.

Einschränkungen des Thermodruckverfahrens

Es gibt nur zwei Dinge, mit denen im Thermodruckverfahren erstellte Etiketten nicht in Berührung kommen dürfen. Die größte Gefahr sind Temperaturen über 70 Grad Celsius. Werden die fertigen Etiketten derart erhitzt, können sie sich verschwärzen und der Druck wird unleserlich. Ähnlich problematisch sind auch Laminierungen, die dafür sorgen, dass das Etikett so weit ausbleicht, dass sein Aufdruck nicht mehr deutlich zu erkennen ist.

Etikettendrucker lohnen sich

Auch wenn der Nutzen eines Etikettendruckers nicht auf Anhieb ersichtlich scheinen mag, haben diese Geräte durchaus ihre Existenzberechtigung. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie kostengünstige und haltbare Etiketten für verschiedenste Anwendungszwecke erstellen möchten.

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